LATERNE, LATERNE ! ALTSTADT, MOND UND STERNE
Alle Jahre wieder lädt der Altstadtverein Buxtehude zum großen Laternenumzug durch unsere Altstadt. Im Laufe der letzten Jahre kamen bis zu 1500 ! kleine und große Teilnehmer zu diesem schönen traditionellen Ereignis. In diesem Jahr findet der Umzug am Freitag, den 25.September, statt. Ab 19 Uhr sammeln sich alle Laternenträger auf dem Rathausmarkt bis hin zum Petri-Platz. Um 19:30 Uhr beginnt dann der Abmarsch des gesamten Laternenzuges, der traditionell vom Geschäftsführer des Altstadtvereins Ewald Uhlmannsiek angeführt wird. Begleitet von drei heimischen Musikzügen, dem Spielmannszug Buxtehude/Altkloster, dem Spielmannszug Horneburg und dem Spielmannszug Neuenfelde geht es durch die Lange Strasse, durch das Geesttor in die Viverstrasse. Danach zieht der Zug am Heimatmuseum vorbei, über den Petriplatz in die Abtstrasse und durch die Fischerstrasse. Am stimmungsvoll mit bengalischen Fackeln illuminierten West- und Ostfleth geht es zurück in die Breite Strasse zum Rathausplatz. Dort findet bis ca. 20:30 Uhr ein abschließendes Platzkonzert aller Spielmannszüge statt. „Ich würde es toll finden," so Peter Schmidt, " wenn Eltern ihren Kindern zum Abschluss des Abends eine Fahrt im Kinderkarussell spendierten – So wie wir uns überhaupt wünschten, wenn Mütter und Väter gemeinsam mit ihren Kindern diese etwas "stillere" Veranstaltung unseres Altstadtvereins besuchen würden.“

Falls jemand an dem historisch-sozialen Hintergrund des Brauches Laternenumzug interessiert ist, hier noch ein paar Informationen zu diesem Thema : Der Brauch ist eine Mischung aus mehreren Ursprungselementen. Traditionell war der 10. November der Tag, an dem Landarbeiter und Dienstpersonal über Winter entlassen wurden. Für diese weitgehend besitzlosen Bevölkerungsschichten galt es nun, die kalte Jahreszeit ohne eigenes Einkommen zu überstehen. Einen Beitrag dazu leisteten dann die Kinder, die mit Laternen von Haus zu Haus zogen und insbesondere bei wohlhabenden Bauern und Bürgern um Gaben bettelten. Ursprünglich sammelten sie dabei Lebensmittel ein, die tatsächlich für den Wintervorrat mit eingelagert und nach und nach verzehrt werden konnten. Später verkleideten sich die Spendensammler und trugen Gesichtsmasken bei ihrem Umzug.